Eine Kundengeschichte: Glückliche und zufriedene Mitarbeitende sind das Herzstück eines erfolgreichen Unternehmens
In unserer volatilen, unsicheren und sich schnell verändernden Welt stehen alle Organisationen vor immensen Herausforderungen. Eine möglichst effektive, flexible Zusammenarbeit und das Erreichen der angestrebten Ergebnisse sind die zentralen Themen für jede Führungskraft. Das wertvollste Gut einer Organisation sind zufriedene, engagierte Mitarbeiter, deren Beitrag geschätzt wird und deren Meinung Gehör findet sowie berücksichtigt wird. Aus diesem Grund messen wir die Zufriedenheit bei Statistics Estonia auf täglicher Basis.
Wie sollte eine Arbeitskultur aussehen, die unterstützt, ermutigt und allen Mitarbeitenden die Möglichkeit bietet, sich weiterzuentwickeln, zu wachsen und Freude an der Arbeit zu haben? Bei Statistics Estonia haben wir die drei Kernwerte unserer Institution als Ausgangspunkt gewählt: Zuverlässigkeit, Zusammenarbeit und Innovation. Mit diesen Werten vor Augen haben wir versucht, eine Arbeitskultur zu etablieren, die Mitarbeitende bindet – einen Ort, an dem jeder neben einer sinnstiftenden und entwicklungsfördernden Arbeit auch die Chance hat, mitzureden und Lösungen einzubringen. Zusammenarbeit ist das Schlüsselwort, das viele gute Initiativen zur Umsetzung kleinerer wie größerer Veränderungen auf den Weg gebracht hat.
Alle Organisationen kämpfen darum, ihre Mitarbeiter zu halten und neue Talente zu gewinnen. Einen Zauberstab gibt es dafür nicht, wohl aber bewährte Ansätze und neue Tools. Es braucht Tatkraft und Mut, um mit dem Wandel der Welt Schritt zu halten.
Dass es möglich ist, in einer staatlichen Institution innovativ zu sein und damit die gesamte Arbeitskultur der Organisation auf ein höheres Niveau zu heben, wurde in unserem Fall auch von außen wahrgenommen und anerkannt. Vor wenigen Wochen zeichnete der Estnische Verband für Personalentwicklung (PARE) unsere Personalleiterin Annika Kitsing als Innovatorin mit Herz für das Jahr 2023 aus. Die Jury lobte Statistics Estonia für schnelle Veränderungen, die in staatlichen Einrichtungen üblicherweise nur schwer umzusetzen sind.
Seit diesem Herbst setzt Statistics Estonia ein neues und innovatives Tool zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit ein. Während wir als staatliche Institution früher gewohnt waren, die Zufriedenheit einmal jährlich über eine größere Befragung zu erfassen, messen wir das Arbeitsklima im Sinne der Innovation nun täglich. Unsere Institution verfügt jetzt über ein Tool mit einer einzigartigen Technologie, die dabei hilft, die Herausforderungen von Remote-Arbeit und Führung effektiver zu bewältigen und das subjektive Erleben der Mitarbeitenden über einen längeren Zeitraum hinweg direkt zu begleiten.
Das System liefert einen Überblick darüber, wie sich die Mitarbeitenden bei Statistics Estonia aktuell fühlen und wie sie ihren Arbeitsalltag bewerten. An jedem Arbeitstag wird eine Frage mit zwei positiven und zwei negativen Antwortoptionen per E-Mail oder App an die Mitarbeitenden gesendet: Ja, eher ja, eher nein, nein. Die Antworten sind anonym, die Ergebnisse können jedoch von allen Mitarbeitenden im Vergleich zu ihrem Team eingesehen werden. Neben der Bewertungsskala ermutigen wir die Mitarbeitenden, Kommentare und Anregungen zu den Fragen zu hinterlassen.
„Die Belegschaft von Statistics Estonia umfasst fast 400 Personen, was bedeutet, dass die Bedürfnisse und Präferenzen unserer Mitarbeitenden sehr unterschiedlich sind. Es ist wichtig, dass wir unsere Mitarbeiter unterstützen und individuelle Lösungen anbieten können – passend zu ihren Aufgaben und ihrem Arbeitsort“, erklärt Annika. Das neue Tool zur Zufriedenheitsmessung bietet die Möglichkeit, Erfahrung, Engagement und Zufriedenheit zu erfassen und darauf basierend schnelle, operative Entscheidungen zu treffen.
Annika ergänzt, dass der stetig wachsende Wunsch der Mitarbeitenden nach Flexibilität und individueller Ansprache von Organisationen einen frischen Blick auf Führung erfordert. „Führung wird immer empathischer, persönlicher und bewusster. Dem muss Rechnung getragen werden, und diese Aspekte müssen bestmöglich gelebt werden. Man muss geschickt abwägen, wie man mit wenigen Ressourcen neue Chancen schafft und daraus den maximalen Erfolg generiert. Nach außen hin können wir stark auftreten, aber dieses positive Ergebnis muss von unseren eigenen Mitarbeitenden in jeder Situation spürbar sein.“
Bis heute nutzen wir die tägliche Bewertung der Mitarbeiterzufriedenheit seit knapp zwei Monaten. Eine Frage pro Tag hat die Möglichkeit eröffnet, Sorgen und Erfolge sowohl individuell als auch im Team direkt anzusprechen. Man kann mit Sicherheit sagen, dass diese Neuerung dazu geführt hat, dass wir einander besser verstehen und unserem Arbeitsalltag mehr Sinn verleihen. Im heutigen Lebensrhythmus ist diese Art des unmittelbaren Feedbacks von großer Bedeutung für die Leitung der Institution und für das Verständnis der Remote-Arbeit unserer Teams.
Was hat uns die tägliche Zufriedenheitsmessung gelehrt?
- Die Einführung des neuen Tools kann als Erfolg gewertet werden, da die Beteiligungsquote nach sechs Wochen Nutzung weiterhin hoch ist (etwa 82 %). Auch die durchschnittlichen Bewertungen in allen Bereichen des Arbeitslebens liegen auf einem hohen Niveau.
- Die Mitarbeitenden haben verschiedene Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Doch neben kritischen Punkten ist auch das Bewusstsein für die Stärken unserer Institution und die Nutzung von Chancen deutlich in den Vordergrund gerückt. Wir sehen klarer, worin wir gut sind, und nehmen dies stärker wahr als zuvor.
- Wir besprechen die Ergebnisse in den vereinbarten Abständen. Wir müssen die Antworten in den Teams nicht jede Woche analysieren, können aber bei Bedarf Probleme, die eine schnelle Lösung erfordern, zeitnah – oder noch am selben Tag – besprechen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Das ermutigt die Mitarbeitenden, ihre Meinung zu äußern, und motiviert sie zur Rückmeldung.
- Auf die Frage, ob unsere Mitarbeitenden die Ergebnisse ihres Teams in den letzten 30 Tagen eingesehen haben, antworteten 100 % der Führungskräfte und 77 % der Mitarbeitenden mit Ja. Dieses Ergebnis zeigt, wie sehr unsere Belegschaft das neue Tool und seine Möglichkeiten schätzt und dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.
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