Menschen, die ihren Job lieben, hassen Montage nicht.* Ein Jahr Moticheck Global Averages
Vor genau einem Jahr, im Januar 2022, haben wir begonnen, monatlich die weltweiten Durchschnittswerte der Moticheck-Kunden zu ermitteln. Die meisten Moticheck-Nutzer befinden sich im Baltikum und in Europa und waren somit direkt oder indirekt vom Krieg in der Ukraine betroffen. Es ist erfreulich festzustellen, dass die von Moticheck erfassten Schwankungen nicht drastisch sind. Der Durchschnitt aller Arbeitslebenskategorien ist innerhalb von 12 Monaten von 83 % auf 79 % gesunken, wobei der Rückgang in den letzten drei Monaten des Jahres auftrat. Angesichts der Rahmenbedingungen des Jahres 2022 kann ein solcher Rückgang als solide Anpassung an Veränderungen bewertet werden.
Vergleicht man die von Moticheck erfassten Ergebnisse mit der weltweiten Gallup Q12*-Bewertung, wonach nur 20 % der Beschäftigten in ihrer Arbeit aufblühen, 62 % weitgehend gleichgültig sind und 18 % sich unzufrieden fühlen, so sind unsere Kunden bei der Arbeit zufriedener als der weltweite Durchschnitt.
Wir sind stolz darauf, dass Engagement das ganze Jahr über der am höchsten bewertete Bereich im Arbeitsleben unserer Kunden war. Natürlich richtet sich Moticheck nur an Unternehmen, in denen die Mitgestaltung des Arbeitslebens durch die Mitarbeiter als vorteilhaft erachtet wird. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass sich Mitarbeiter engagierter fühlen, wenn Feedback regelmäßig erfasst wird und für alle leicht zugänglich ist. Wir danken den Führungskräften, die mithilfe von Monitoring-Ergebnissen täglich zum Wohlbefinden der Mitarbeiter beitragen und dadurch die Unternehmensergebnisse verbessern. Sie haben dem Moticheck-Team bestätigt, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen!
Erwartungsgemäß war der deutlichste Rückgang bei der Bewertung der Vergütung zu verzeichnen, die gerade im letzten Quartal 2022 sank. Wir starteten das Jahr auf einem Niveau von 69 % und fielen auf 60 % zurück. Immer mehr Mitarbeiter empfinden es als schwierig, mit dem aktuellen Gehalt auszukommen, und halten Ausschau nach besseren Bedingungen. Bei der Beurteilung der Vergütung zeigt sich der Trend, dass höher gebildete Mitarbeiter (bezogen auf den Geschäftsbereich des Unternehmens) mit der Bezahlung ihrer Arbeit unzufriedener sind. Gleichzeitig hat sich die Bewertung der Löhne in Unternehmen, in denen gewerbliche Mitarbeiter überwiegen, nicht verändert.
Mitarbeiter, die zustimmen, dass sich der Arbeitgeber um ihr Wohlbefinden kümmert, beobachten Angebote auf dem Arbeitsmarkt mit einer um 69 % geringeren Wahrscheinlichkeit.
Der Bereich Mentale Gesundheit hat den größten Schritt nach vorn gemacht. Da das Umfeld im beobachteten Zeitraum herausfordernder geworden war, gebührt den Unternehmen Anerkennung dafür, dass sie einen Beitrag zum psychischen Wohlbefinden der Mitarbeiter leisten. Die meisten Unternehmen, die die Moticheck-Software nutzen, schulen und unterstützen ihre Mitarbeiter im Bereich der mentalen Gesundheit. Bewusstsein, Anerkennung, Selbsthilfe und die Verfügbarkeit professioneller Unterstützung sind die Stichworte, die wir von unseren Kunden hören. Unterstützende Aktivitäten sind nicht zwingend komplex oder heikel. Auch Spendenaktionen für die unter dem Krieg in der Ukraine leidenden Menschen helfen den Mitarbeitern, mit den durch den Krieg verursachten Belastungen umzugehen. Der soziale Austausch, gemeinsames Handeln und gegenseitige Unterstützung stiften Sinn. Wir sehen in der erfreulichen Entwicklung bei den Bewertungen der mentalen Gesundheit das Ergebnis aller genannten Maßnahmen und hoffen, dass das erreichte Niveau gehalten werden kann.
Seit Jahren zeichnen Gallup-Studien* besorgt die Zunahme von Einsamkeit und die erheblichen Auswirkungen der Pandemie auf den Rückgang des Zugehörigkeitsgefühls der Menschen nach. Die unter Mühen erlernte Flexibilität beim Arbeitsort bringt Bequemlichkeit und zusätzliche Zeit in unser Leben, doch das Gefühl sozialer Zugehörigkeit verbessert sich mit der Rückkehr ins Büro. Soziales Wohlbefinden und mentale Gesundheit werden durch die enge Zusammenarbeit mit hilfsbereiten Kollegen gestärkt.
Die Arbeitslebensbereiche Mission und Werte sowie Führung haben sich im Laufe des Jahres Hand in Hand um 3 % verbessert (82 %–85 %). Weiterer Entwicklungsbedarf besteht in jedem Unternehmen, und die Moticheck-Software hilft dabei, Verbesserungspotenziale aufzudecken. Wir haben von Führungskräften Berichte erhalten, in denen ein zuvor als unwichtig erachtetes Thema aufgrund der Monitoring-Ergebnisse schnell und prioritär gelöst wurde – in mindestens einem Büro ist die Luftqualität nun wieder gut. Maßnahmen rund um Werte und Mission helfen dabei, in komplexen und volatilen Zeiten den Fokus zu behalten und Sinn bei der Arbeit zu stiften. Dies unterstützt Führungskräfte und Teammitglieder dabei, produktiv und mental fit zu bleiben.
Die gesellschaftliche Dimension ist zu einem festen Bestandteil der Unternehmensführung geworden. Neben der Berücksichtigung der Interessen von Anteilseignern, Mitarbeitern, Partnern und Lieferanten stehen auch die Bedürfnisse der Gemeinschaft im Fokus. Die Kunden von Moticheck waren 2022 aktiv daran beteiligt, Familienangehörige aus der Ukraine umzusiedeln, Konsumgüter zu sammeln und Ukrainern Arbeitsplätze anzubieten. Die Mitarbeiter schätzten diese zusätzlichen, an den Unternehmenswerten ausgerichteten Initiativen, und jeder hatte die Möglichkeit, sich einzubringen.
Im Bereich Vertrauen war in den letzten vier Monaten des Jahres 2022 ein Rückgang der Bewertungen zu beobachten. Ein Schritt nach unten um 5 % ist vermutlich nicht richtungsweisend, wenn man bedenkt, dass das Ergebnis in den meisten Unternehmen stabil blieb und das Gesamtniveau mit 86 % außerordentlich hoch ist. Vertrauen muss unbedingt systematisch überwacht werden, da die Beziehung zur Führungskraft zu 70 % die emotionale Bindung eines Mitarbeiters an seine Arbeit bestimmt.
Abschließend lohnt es sich, die Ergebnisse der weltweiten Gallup-Umfragen in Erinnerung zu rufen: Mitarbeiter, die zustimmen, dass sich der Arbeitgeber um ihr Wohlbefinden kümmert (Feedback erfasst und regelmäßige Gespräche mit der Führungskraft führt), beobachten Angebote auf dem Arbeitsmarkt mit einer um 69 % geringeren Wahrscheinlichkeit. Sie treten mit fünfmal höherer Wahrscheinlichkeit außerhalb des Arbeitsumfelds als überzeugte Botschafter der Arbeitgebermarke auf und erleben mit einer um 71 % geringeren Wahrscheinlichkeit ein Burnout bei der Arbeit.
Growth Executive und Mitgründer @Moticheck
- Blind Spot. The Global Rise of Unhappiness and How Leaders Missed It. Jon Clifton, CEO von Gallup. Gallup Press 2022
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